R.Ø.S.A.

 
 

Auszug aus der Weisung des Stadtrates an den Gemeinderat vom 13. Juli 2005 „Bedeutung von Miller’s Studio für das kulturelle Angebot von Zürich

Miller’s Studio ist heute die führende Bühne für Kabarett und satirisches Theater der gehobenen Klasse in der Schweiz, wenn nicht im deutschsprachigen Raum. Bei der Programmierung wird ein hoher Anspruch an die Qualität gestellt. Ihm wird mit einem internationalen Programm Rechnung getragen. Miller’s Studio ist künstlerisch im gesamten deutschen Sprachraum vernetzt, das Programm wird über die Landesgrenzen hinaus beachtet. Für viele Kabarettistinnen und Kabarettisten bedeutet es einen Karrieresprung, im Miller’s Studio gespielt zu haben.“

 
 

Herzstück des Museums bildet die 1983 stillgelegte Industriemühle aus dem Jahr 1913, die während den Öffnungszeiten in Betrieb ist und jährlich noch etliche Tonnen Mehl produziert. In einer Dauerausstellung wird dem Publikum die Kulturgeschichte des Getreides auf anschauliche und interaktive Weise vermittelt.

Ein weiteres wichtiges Standbein des Museums bilden Sonderausstellungen, die sich thematisch vor allem mit Ernährung sowie Ess- und Trinkkultur befassen. Jährlich wird mindestens eine Sonderausstellung gezeigt.

Das Angebot des Museums wird ergänzt durch eine reiche Palette an Workshops und Führungen für Kinder und Erwachsene. Besonders beliebt sind Brotback-Kurse, Führungen durch die historische Mühle und die Sonderausstellungen.

Das Mühlerama hat sich im Laufe der Jahre einen ausgezeichneten Ruf als lebendiges, erlebnisreiches und sinnliches Museum erworben.

 
 

Teil des Gesamtkonzeptes sind neben dem Restaurant Blaue Ente zwei kulturelle     Institutionen, die durch die Eignerfamilie weitgehend initiiert und in der Phase des Aufbaus finanziert worden sind.

Zur Geschichte der Blauen Ente
um 1410
vom Vogt und Gerichtsherrn von Altstetten als Tavernenwirtschaft eingerichtet.

Gegen den Widerstand des Dietiker Tavernenwirtes und des dortigen Gerichtsherrn, des Abtes von Wettingen, wurde das Tavernenrecht vom Gerichtsherrn von Altstetten bestätigt, da das neue Gasthaus einem wirklichen Bedürfnis entspreche. Viele Reisende, „es syen bilgi, kouflüt oder ander lüt“ hätten wiederholt Gebresten erlitten, weil keine Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden gewesen seien.

im 15. Jh
diente das „Freistübli“ der „Blauen Ente“ als Freistätte: wurde jemand von einem Richter verfolgt, so durfte der Wirt ihn – sofern es sich nicht um einen Mörder, Ketzer oder Verräter handelte – schirmen.

1779-1889
im Besitze der Familie Wehrli, davon 1810-1885 von Major Jakob Wehrli, der mit Louis Napoleon – dem späteren Napoleon III. – die Artillerie-Offiziersschule besucht hatte und später vom Prinzen in der „Blauen Ente“ besucht wurde.

1986
wurde von Nachfahren des Jakob Wehrli in der ungenutzten Mühle Tiefenbrunnen eine Wirtschaft mit dem Namen „Blaue Ente“ eingerichtet, damit die Besucher der Mühle Tiefenbrunnen keine grossen Gebresten erleiden.

Das alte Wirtshausschild befindet sich heute im Ortsmuseum Altstetten. Eine Nachbildung wurde von der Brauerei Hürlimann den Eigentümern der „Blauen Ente“ in der Mühle Tiefenbrunnen geschenkt.

 
Haben die Räumlichkeiten der Mühle Tiefenbrunnen die Mieter geprägt, oder haben umgekehrt die Mieter der Mühle ein eigenes “Gesicht” verliehen?

Iwan Colombo
Colombo La Famiglia AG